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Standdard-Dateien für neuer User
'skeletondirectory' => '',
Standardverzeichnis für neue Nutzer anpassen
Um neuen Nutzern in Nextcloud 33.0.3 ein individuelles, auf Ihren Verein zugeschnittenes Benutzerverzeichnis bereitzustellen, verwenden Sie die Funktion des „Skeleton Directory“.
Diese Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch die Einrichtung.
Schritt 1: Benutzerdefiniertes Skeleton-Verzeichnis anlegen
Legen Sie an einem geeigneten Ort, außerhalb des Nextcloud-Kernverzeichnisses, ein neues Verzeichnis an. Der Pfad /var/www/nextcloud/data/ ist ein guter Standardort. Den Ordnernamen können Sie beliebig wählen (z.B. verein_skeleton).
# Wechseln Sie in Ihr Nextcloud-Datenverzeichnis cd /var/www/nextcloud/data Erstellen Sie Ihren individuellen Skeleton-Ordner sudo mkdir verein_skeleton
Schritt 2: Inhalt für neue Nutzer vorbereiten
Kopieren Sie nun alle Dateien, Ordner und Dokumente in diesen neuen Ordner, die jeder neue Nutzer standardmäßig in seinem persönlichen Nextcloud-Verzeichnis vorfinden soll. Das können z.B. Ihre Vereinssatzung, Leitfäden oder eine vorgegebene Ordnerstruktur sein.
# Beispiel: Kopieren Sie Ihre vorbereiteten Dateien in den Skeleton-Ordner sudo cp -r /pfad/zu/ihren/vereinsdokumenten/* /var/www/nextcloud/data/verein_skeleton/
Schritt 3: Die richtigen Berechtigungen setzen
Der Webserver-Benutzer (meist www-data) muss Lese- und Ausführungsrechte für diesen Ordner und seinen Inhalt haben.
# Setzen Sie die Besitzerrechte für den Webserver-Benutzer sudo chown -R www-data:www-data /var/www/nextcloud/data/verein_skeleton Setzen Sie die Berechtigungen (755 = lesen, schreiben, ausführen für den Besitzer; lesen und ausführen für andere) sudo chmod -R 755 /var/www/nextcloud/data/verein_skeleton
Schritt 4: Die Nextcloud-Konfiguration anpassen
Jetzt müssen Sie Nextcloud mitteilen, wo sich Ihr neues Skeleton-Verzeichnis befindet. Öffnen Sie die Konfigurationsdatei config.php zum Bearbeiten.
sudo vi /var/www/nextcloud/config/config.php
Fügen Sie innerhalb des $CONFIG = array (-Blocks die folgende Zeile ein. Achten Sie auf die korrekte Syntax und die einfachen Anführungszeichen.
'skeletondirectory' => '/var/www/nextcloud/data/verein_skeleton',
Ein Auszug aus der config.php könnte dann so aussehen:
<?php $CONFIG = array ( 'datadirectory' => '/var/www/nextcloud/data', // ... andere Einstellungen ... 'skeletondirectory' => '/var/www/nextcloud/data/verein_skeleton', );
Schritt 5: Änderungen übernehmen
Starten Sie Ihren Webserver neu, damit die Änderungen wirksam werden.
Für Apache:
sudo systemctl restart apache2
Für Nginx:
sudo systemctl restart nginx
Wichtige Hinweise für die Praxis
- Nur für neue Nutzer: Diese Einstellung wirkt sich ausschließlich auf neue Benutzerkonten aus, die nach der Konfiguration erstellt werden. Bestehende Nutzer sehen diese Dateien nicht.
- Update-sicher: Es wird dringend empfohlen, einen eigenen Ordner außerhalb von
core/skeletonzu verwenden. Andernfalls werden Ihre Anpassungen bei einem Nextcloud-Update überschrieben. - Keine Vorlage für bestehende Nutzer: Dateien, die Sie später zu diesem Ordner hinzufügen, werden nicht automatisch in den Verzeichnissen bereits existierender Nutzer erscheinen.
- Platzhalter für Sprachen: Sie können den Platzhalter
{lang}in Ihrem Pfad verwenden, um verschiedene Skeleton-Ordner für verschiedene Sprachen bereitzustellen (z.B.…/verein_skeleton_{lang}). Nextcloud verwendet dann den Ordner, der zur Sprache des Nutzers passt.
